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IFH Media Analytics

Wie intensiv werden Print- und Online-Prospekte gelesen?

Nutzungsfrequenz von Prospekten im Zeitvergleich
(Bild: IFH Media Analytics)

Welche Rolle spielen die verschiedenen Kanäle der Angebotskommunikation im Frühjahr 2025? Der neue Prospektmonitor von IFH Media Analytics zeigt: Die Nutzung gedruckter Prospekte bleibt auf anhaltend hohem Niveau. Nahezu alle Verbraucher (93 %) lesen mindestens gelegentlich Print-Prospekte, 78 Prozent tun dies wöchentlich. Nicht zuletzt aufgrund der verstärkten Verbreitung von Apps steigt jedoch die Zahl der Intensivnutzer mit wöchentlicher Nutzung von Online-Prospekten (66 %), im vergangenen Jahr waren es noch 62 Prozent. Der maximale Nutzerkreis stagniert allerdings, da die Zahl der gelegentlichen Nutzer auf recht hohem Niveau nahezu gleichbleibt (86 %). Die größten Zuwächse innerhalb der Online-Medien entfallen auf Anbieter-Apps (+20 %) und Anbieter-Websites (+10 %), während Social Media kaum noch Wachstum (+1 %) verzeichnet. Auch der Anteil der Hybridleser, die sowohl Print- als auch Online-Prospekte nutzen, bleibt mit 84 Prozent auf sehr hohem Niveau.

Planung des Wocheneinkaufs

Die wichtigsten Gründe für die Nutzung von Prospekten bleiben das Entdecken von Schnäppchen (Print: 64 %, Online: 52 %) und das Sparen beim Einkauf (Print: 56 %, Online: 51 %). Besonders deutlich zeigt sich ein Wandel bei der Einkaufsplanung: Fast jeder Zweite (47 %) nutzt inzwischen gedruckte Prospekte gezielt für die Planung des Wocheneinkaufs – ein starker Anstieg im Vergleich zu 2016 (26 %). Online-Prospekte spielen in diesem Bereich mit 36 Prozent eine etwas geringere Rolle.

Gedruckte Prospekte bleiben wichtig

Etwa die Hälfte der Verbraucher (51 %) gibt an, persönlich von der Einstellung gedruckter Prospekte betroffen zu sein. Von diesen bewertet nur ein Viertel (26 %) die Abschaffung als positiv. Für 62 Prozent hat dies zur Folge, dass sie weniger Informationen von den entsprechenden Anbietern erhalten und teilweise dort sogar weniger kaufen (45 %). Etwa die Hälfte (49 %) liest nach der Prospekteinstellung nun mehr Prospekte von anderen Anbietern – fast genauso viele (45 %) lehnen digitale Kanäle eher ab, weil sie deren Nutzung als zu kompliziert empfinden.

Prospekt-Wiedereinführungen

Auch die Wiedereinführung gedruckter Prospekte ist Teil der aktuellen Marktdynamik. Knapp ein Drittel der Verbraucher hat bereits erlebt, dass ein zuvor eingestellter Prospekt wieder verteilt wurde. 63 Prozent unter ihnen bewerten die Wiedereinführung positiv und für 47 Prozent hat sich die Möglichkeit, gute Angebote zu finden, dadurch verbessert.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass gedruckte Prospekte trotz aller Digitaleuphorie nach wie vor ein fester Bestandteil im Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten bleiben. Ihre enorme Reichweite sorgt dafür, dass sie in nahezu jedem Haushalt ankommen.,“ sagt Andreas Riekötter, Geschäftsführer IFH Media Analytics. „Zudem sehen wir, dass auch Anbieter-Apps, die ja die größten Zuwächse unter den Online-Medien verzeichnen, Prospekte nicht ersetzen. Die meisten Nutzer:innen nutzen die Kanäle parallel – und diese Hybridnutzung wird auch in Zukunft das vorherrschende Modell der Angebotskommunikation sein.“

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